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Leitfaden zeigt Wege zu erfolgreichen Bürgerräten

Wenige Tage nach Abschluss des ersten bundesweiten Bürgerrats zur Zukunft der Ernährung hat der Fachverband Mehr Demokratie ein Handbuch für kommunale Bürgerräte vorgestellt - zusammen mit dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) der Bergischen Universität Wuppertal und dem Research Institute for Sustainability Potsdam (RIFS).

Das Handbuch soll Politik und Verwaltung aufzeigen, wie losbasierte Bürgerräte auf kommunaler Ebene erfolgreich organisiert werden können.

Download-Link:
https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2024/Leitfaden_Kommunale_Burgerraete_organisieren__2024_.pdf 

Adressaten sind aber auch Bürgerinnen und Bürger, die sich für mehr Beteiligung einsetzen. Von der ersten Idee bis hin zum Transfer und der Verwendung der Ergebnisse gibt das Buch viele praxisorientierte Ratschläge. Bürgerräte basieren auf einer einfachen Idee, lassen in der Praxis aber viel Gestaltungsspielraum. Das wirft viele Fragen auf, auf die das Handbuch erste Antworten gibt. Das Handbuch ballt das Praxiswissen vieler Akteurinnen und Akteure. Schließlich enthält es einen Ausblick auf die „Bürgerräte in der Zukunft“.

Mehr Demokratie hatte mit finanzieller Unterstützung von Stiftungen drei bundesweite Bürgerräte organisiert und so wesentlich dazu beigetragen, Bürgerräte als Beteiligungsformat in Deutschland zu etablieren. Der Verein wirbt beharrlich für Bürgerräte und hat den ersten offiziellen bundesweiten Bürgerrat mitorganisiert. Mehr Demokratie zählt zudem zu den Trägern des Projekts LOSLAND, das Kommunen bei der Durchführung von Beteiligungsverfahren begleitet, die von Bürgerräten stark inspiriert sind.

Losbasierte Bürgerräte boomen auch in unseren Kommunen. Die Webseite www.buergerrat.de listet 92 kommunale Bürgerräte auf; von A wie Aachen, wo es darum geht, wie die Stadt zu einem attraktiven Einkaufsziel werden kann, bis W wie Wolfschlugen, wo 150 Bürgerinnen und Bürger darüber berieten, wie das Leben vor Ort im Jahr 2030 aussehen soll.

Das Handbuch wurde in einer Online-Konferenz vorgestellt. Sie ist hier dokumentiert:
https://www.youtube.com/live/71BvrMhAvxA